Lebenshaltungskosten im Studium

Lebenshaltungskosten im StudiumUm gut über die Runden zu kommen, ist es sinnvoll, dass du dir schon vorab einen Überblick darüber verschaffst, wie viel das Studentenleben in etwa kostet. Auch kannst du hier sehen, ob du überdurchschnittlich viel ausgibst, schon ganz sparsam lebst oder dich im Mittelfeld bewegst.

Woher stammen die Daten?

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ermittelt im 3-Jahres-Rhytmus wichtige Fakten zur wirtschaftlichen sowie sozialen Lage der Studenten in Deutschland. Neben anderen Kriterien kommen hier auch die Studienfinanzierung und die finanziellen Mittel, die den befragten Studenten zur Verfügung stehen, zur Sprache. Zuletzt war es im Mai 2012 so weit. Die empirische Untersuchung wurde inzwischen ausgewertet und soll euch hier nicht vorenthalten werden.

Wofür Studenten monatlich ihr Geld ausgeben

Miete: 298 Euro
Ernährung: 165 Euro
Kleidung: 52 Euro
Lernmittel: 30 Euro
Auto oder öffentliche Verkehrsmittel: 82 Euro
Gesundheitsposten: 66 Euro
Telefon, Internet, Rundfunkgebühren: 33 Euro
Freizeit, Kultur und Sport: 68 Euro

Bedenkt aber immer, dass es sich bei den Zahlen um Mittelwerte handelt, die der Orientierung dienen. Wer in der Münchener Innenstadt lebt, zahlt natürlich allein mehr Miete, als es auf dem Land in Thüringen der Fall wäre. Selbst in den verschiedenen Studienrichtungen kann sich der Kostenaufwand für zu besorgende Lehrmittel stark unterscheiden.


Monatliche Wohnkosten für Studenten

Von zu Hause ausziehen ist das eine – aber wohin? Auch hier gibt es verschiedene Optionen. Am teuersten ist es, sich eine eigene Wohnung zu gönnen, wie ein Blick auf die monatlichen Durchschnittskosten für’s Wohnen zeigt:

Wohnheim: 240 Euro
Untermiete: 248 Euro
Wohngemeinschaft: 280 Euro
Wohnung mit Partner/in: 319 Euro
Wohnung allein: 357 Euro

Gesundheitskosten pro Monat

Auch Kleinvieh macht Mist. Neben der Krankenversicherung zählen dazu auch Privatleistungen beim Arzt und selbst zu zahlende Medikamente. Bedenkt daher immer, auch einen Puffer für den nächsten Apothekenbesuch zu haben. Nach einem Lernmarathon braucht man schon mal eine Aspirin 😉 Die Frauen unter euch müssen ab 18 Jahren außerdem die Rezeptgebühr für die „Pille“ selbst zahlen, ab 21 sind die kompletten Kosten Privatangelegenheit und werden nicht mehr von den Krankenkassen finanziert. Im Durchschnitt gibt ein Student 66 Euro pro Monat für seine Gesundheit aus. Nach Altersgruppen gegliedert sieht das wie folgt aus:

bis 21 Jahre: 40 Euro
22/23 Jahre: 42 Euro
24/26 Jahre: 61 Euro
26/27 Jahre: 86 Euro
28/29 Jahre: 90 Euro
über 30 Jahre: 128 Euro

Quelle: Deutsches Studentenwerk, 20. Sozialerhebung, Hauptbericht Kapitel 7

(www.sozialerhebung.de/download/20/Soz20_Haupt_Internet_A5.pdf)