Studium bei der Bundeswehr

Bundeswehr, © Matthias Nordmeyer - Fotolia.comDie meisten von euch werden schon einmal vom Studieren bei der Bundeswehr gehört haben. In der Tat stellt dies etwa neben dem Studium an einer privaten Hochschule eine weitere Möglichkeit dar, an das gewünschte Studium zu gelangen. Es werden sehr viele verschiedene Studiengänge angeboten, so dass ein Studium bei der Bundeswehr für euch wirklich interessant sein könnte.

Welche Studiengänge werden von der Bundeswehr angeboten?

Bei der Bundeswehr gibt es ein großes Angebot an Studiengängen. Dazu zählen etwa folgende:

Welche Voraussetzungen muss ich für ein Studium bei der Bundeswehr mitbringen?

Zunächst muss man charakterlich und körperlich für die Bundeswehr geeignet sein. Daneben benötigt man das Abitur. Dies kann die allgemeine Hochschulreife oder in Einzelfällen die fachgebundene Hochschulreife sein. Der NC spielt im Gegensatz zu den staatlichen Universitäten nicht die Hauptrolle. Die charakterliche und sportliche Eignung müsst ihr in einer 2,5-tägigen Eignungsfeststellung an der Offizierbewerberprüfzentrale in Köln beweisen.

Weiterhin muss man sich für die Offizierslaufbahn entschieden haben. Vor Studienbeginn absolviert man zunächst den ersten militärischen Teil der Offizierausbildung. Erst jetzt nach 15 Monaten beginnt das Studium.

Man zum Zeitpunkt der Einstellung nicht älter als 25 Jahre sein.

Wie lange muss man sich für die Bundeswehr verpflichten?

Wenn man sich für das Medizinstudium entschieden hat, muss man sich für 17 Jahre verpflichten. Bei allen anderen Studiengängen „lediglich“ 13 Jahre.

Wo kann ich bei der Bundeswehr studieren?

Die medizinischen Fächer studiert man an öffentlichen Hochschulen. Alle anderen Fächer an den beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München. Hierbei sind die Abschlüsse voll anerkannt und den an öffentlichen Hochschulen gleichwertig. So haben beide Universitäten auch das Promotions– und Habilitationsrecht.

Wie ist das Bundeswehrstudium aufgebaut?

Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt sieben, die für den Master weitere 5 Trimester, so dass das Studium nach 4 Jahren abgeschlossen ist. Inhaltlich gesehen ist es dem Studium an einer staatlichen Universität gleich. Der größte Unterschied besteht darin, dass es bei der Bundeswehr die sogenannten Trimester gibt. Demnach besteht ein Jahr aus drei Trimestern á drei Monate. Vorlesungsfrei sind die restlichen drei Monate. In dieser Zeit kann man seinen 26-tägigen Urlaub nehmen.

Welche Vorteile hat das Studium bei der Bundeswehr?

  • ihr bekommt ein gutes Gehalt
  • die Wohnunterkunft wird bis zum 25. Lebensjahr bezahlt
  • sicherer Arbeitsplatz
  • gutes Verhältnis zu den Professoren
  • keine überfüllten Hörsäle

Welche Nachteile hat ein Studium bei der Bundeswehr?

  • man muss sich für lange Zeit verpflichten
  • grundsätzlich muss man nach dem Studium ins Ausland

Welche Möglichkeiten bietet mir die Bundeswehr zur fachlichen Weiterbildung?

Eine Besonderheit bietet sich jedoch am Ende der Dienstzeit, der sogenannte BFD (Berufsförderungsdienst). Dieser Dienst ist für die schulische und berufliche Bildung der Soldatinnen und Soldaten während und nach der Dienstzeit zuständig. Jede(r) Soldat(-in) hat die Möglichkeit sich an zahlreichen Maßnahmen der Bundeswehr weiterzubilden, da es nicht immer gewährleistet ist, dass man auch wirklich in seinem studierten Ausbildungsfeld arbeitet. Die Zeit beträgt in der Regel 3 Jahre nach der Dienstzeit und 2 Jahre in der Dienstzeit.

Welches Fazit kann man ziehen?

Das Studium bei der Bundeswehr stellt insgesamt eine interessante Alternative dar. Man muss sich jedoch vor Studienbeginn (bzw. vor der Verpflichtung) im Klaren sein, ob man sich für eine solche lange Zeit verpflichten möchte und man der „Typ“ für die Bundeswehr ist.

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